Mittwoch, 7. Februar 2018

Juki MO-114D Overlock Abschlussbericht

Wie die Zeit vergeht. Wahnsinn!!! Denn meine Testzeit mit der Juki MO-114D ist schon wieder vorbei.
Die Overlock ist schon wieder verpackt und auf Reisen zum Nähpark Diermeier.

  
Ich muss gestehen, dass ich die Maschine nicht so ausgiebig wie meine erste Testmaschine getestet haben. Ein wenig Schuld daran sind wohl die Weihnachtszeit, Kindergeburtstag naja und ein kleines Nähtief. Aber ich habe mir trotzdem genug Zeit genommen und einen kleinen Eindruck zu bekommen.

Also von vorne. Die Maschine ist wirklich ein super Einsteigermodell. Sie näht wunderbar leise und sauber. Sie „fährt“ langsam an, was ich auch von meiner Bernina kenne.  Die Nähte sehen phantastisch aus und sie hat keine Probleme mit dicken Stoffen. Auch das Einfädeln geht sehr einfach und ist gut beschrieben.

 
Leider ist es aber oft so, dass man am Anfang seines Hobbies noch recht unsicher ist und überhaupt nicht weiß, was man benötigt und man auch gar nicht so richtig weiß, ob man auch dabeibleibt. Also zumindest ist dies oft bei mir so. Ich brenne schnell für eine Sache und merke aber nach einer Weile, dass es mich schnell langweilt und da finde ich, sind 699 EUR für eine Overlock sehr viel Geld.
Wer sich aber sicher ist und gern so viel Geld ausgeben möchte, der bekommt mit dieser Maschine wirklich eine Top-Overlock und macht mit dem Kauf auch garantiert nichts falsch. Ich nähe hauptsächlich mit Jersey und Sweat und die Nähte sind kaum von den industriellen Nähten zu unterscheiden. Ich bin wirklich begeistert. Hätte ich hier noch meine alte W6 zu stehen, wäre die Juki definitiv hiergeblieben.

Außer Jersey und Sweat habe ich auch Musselin und gewebte Baumwolle getestet. Auch hier gab es keine Probleme und die Nähte sahen super sauber aus.

 

Extra für euch habe ich mich mal an einem Rollsaum versucht. Ich muss gestehen, ich habe selber noch nie Rollsäume gemacht. Da ich ja hauptsächlich für meine Jungs nähe, ergab es sich bisher nie.
Hierfür habe ich auch die Obergreiferabdeckung verwendet, allerdings bin ich mir gar nicht so sicher, ob man diese dafür zwingend verwenden muss. 


 
Ich habe einen 2fädigen Rollsaum mit Webware getestet. Hierzu habe ich die Stichlänge so weit es geht verringert. Ich bin von dem Ergebnis überrascht und begeistert. Die Naht sieht richtig toll aus. Hätte ich ein Mädchen würde ich die Sommerkleider im wahrscheinlich nur noch so säumen

.
Und mit Jersey wollte ich das natürlich auch noch testen und habe mich hier für den 3fädigen Rollsaum entschieden. Dieser schaut bei Jersey hübscher aus. Hier habe ich den Differentialtransport mit Absicht auf die kleinste Stufe gestellt und zusätzlich den Stoff beim Nähen ein wenig gedehnt. 



Somit habe ich einen welligen Saum bekommen, dieser schaut an Röcken und Kleidern auch sehr hübsch aus. Sicher geht das noch etwas besser, es war immerhin mein erster Rollsaum.
Was ich hier allerdings nicht hinbekommen habe, obwohl ich den Fußdruck verringert habe, man sieht einen Abdruck des Fußes neben der Naht. Sicherlich verschwindet der nach dem Waschen. Dieser Abdruck ist auch nur bei dem Rollsaum entstanden. Bei allen anderen Nähten ist mir das nicht aufgefallen.



Also mein Fazit, eine tolle Maschine mit der man sehr viel Freude am Nähen von Kleidung haben wird.
Einen kleinen Minuspunkt gibt es von mir, weil man bei dem Preis den Abfallbehälter zusätzlich kaufen muss. Ich finde dieses kleine Teil, sollte einfach dabei sein.

 LG Anja

Überraschungspaket von Lillestoff

Vor ein paar Wochen wurde ich von Lillestoff für die Lillelieblinks ausgewählt und habe einige Tage später ein Überraschungspaket bekommen. Der Stoff war ok, gekauft hätte ich ihn mir aber wahrscheinlich nicht.


Aber gefreut habe ich mich trotzdem und ich wusste auch schnell, was ich daraus nähen würde. Also Stoff waschen, Schnittmuster ausdrucken und kleben und den Stoff zuschneiden. Doch zum Nähen kam ich die letzten Wochen wenig. Somit lag der zugeschnittene Stoff hier eine Weile rum.


Die Tage hat mich der Ruf meiner Maschinen aber dann doch wieder ereilt. Und zum Glück habe ich zur Zeit zwei Overlockmaschinen hier, somit blieb mir das umfädeln erspart, denn diesmal wollte ich mich im Nachhinein nicht wieder über die falsche Garnfarbe in der Kapuze ärgern. 
Für meinen Großen hatte ich im Herbst schon ein Joel von Mialuna genäht und bin so begeistert von dem Schnitt, dass ich den auch unbedingt für meinen Kleinen haben wollte.
Doch diesmal ging so einiges schief. Zuerst habe ich die Ärmel falsch zusammengesetzt, dies aber auch erst gemerkt, nachdem ich die Covernähte fertig hatte. Aber ich hatte Glück im Unglück. Beim Zuschneiden der Ärmel hatte ich die Bündchenlinie übersehen, heißt ich konnte aus meinen fertigen Ärmeln nochmal alles korrekt zuschneiden. Naja und dann wollte ich doch eigentlich auch die Raglannähte mit der Cover absteppen. Vergessen!!! Mist!
Naja nun bleibt es so. Es fällt auch eigentlich kaum auf. Und ich liebe den Hoodie.
Ich hätte das echt nicht erwartet, also dass mir das Ergebnis am Ende so sehr gefällt. Manchmal sollte man einem Stoff tatsächlich die Chance geben, ihn vernäht zu sehen. 


Mein Kleiner hat sich übringens riesig über den Pulli gefreut und wollte ihn auch sofort anziehen.  

LG Anja

Das tolle Label gibt es übrigens bei Alles für Selbermacher.




Samstag, 13. Januar 2018

Juki MO-114D Testbericht und richtig einfädeln


Ich weiß, sehr lange ist es her, dass hier was passiert ist. Ich glaube aber, dass Testberichte hier besser aufgehoben sind, als auf Facebook.

Es wird Zeit für meinen 2. Bericht über die Juki MO-114D von Nähpark Diermeier. (den 1. findet ihr hier. Ich werde meine letzten Berichte mit der Zeit hier auch noch schreiben.)

Ich muss gestehen, ich bin im letzten Monat leider nicht wirklich dazu gekommen, die Overlock ausgiebig zu testen. Die Vorbereitungen zu Weihnachten haben einfach zu viel Zeit in Anspruch genommen.
Eigentlich wollte ich die Maschine sehr gern auf diverse Stoffarten testen und auch die verschiedenen Stiche bzw. Nähte ausprobieren aber es kam etwas anders als gedacht.

Immerhin habe ich es aber geschafft, mir zwischen den Feiertagen  einen wundervollen Hoodie zu nähen. Diesen habe ich aus Jaquardsweat mit einer aufwendigen Kapuze genäht. Hierbei musste die Maschine teilweise 8 Schichten Stoff versäubern und nähen. Ein wenig Bedenken hatte ich hierbei schon. Ob sie das wohl schafft? Aber sie meisterte das ohne Probleme und die Naht ist super sauber geworden. Ich bin sehr begeistert.


Käthes Schwester von Konfetti Patterns


Für den Hoodie musste ich das Garn wechseln. Normalerweise verknote ich die Fäden, damit mit das neu einfädeln zu mühsam ist. Doch diesmal habe ich extra für den Test alles normal eingefädelt und alles fotografiert. Ich hoffe, ich kann der einen oder anderen damit ein wenig helfen.

Wenn man die Klappe öffnet ist ein Bild zu sehen, in welcher Reihenfolge man einfädeln muss.
Zum Einfädeln habe ich mir auch noch zusätzlich die Anleitung zur Hand genommen. Die Beschreibung ist wirklich sehr gut und mit Hilfe der Abbildungen kommt man sehr gut voran.


Man beginnt mit dem blauen Faden, also der 3. Kone von links.





Im Prinzip ist es sehr einfach, der Faden wird als erstes in die Fadenrille gelegt und dabei zieht man den Faden ein wenig an, damit er in die Öffnung oben/hinten in die Führung hineinrutscht.

Wichtig ist es hier auch so gucken, dass der Faden zwischen die Spannungsscheiben liegt, sonst gibt es später keine saubere Naht.





Hier noch ein kleiner Tipp, die Garnrollen sollten stabil stehen und die Fäden müssen vorher noch über die Fadenführung gelegt werden.









Unterhalb des Führungsschlitzes befindet sich eine weitere Fadenführung. Auch hier müsst ihr darauf achten, dass der Faden richtig hineinrutscht.





Super finde ich übrigens, dass man fast nichts falsch machen kann, da der Weg immer farblich markiert ist. Auch hier sieht man sofort, wo der Faden nun als nächstes entlang muss.















Im nächsten Schritt muss man genau schauen, durch welche der Spiralen ihr den Faden führt. Aber auch hier hilft die farbliche Markierung weiter.







Und so geht man nun weiter zum nächsten Haken. Es ist fast geschafft. Jetzt führt ihr den Faden noch durch den Haken am Greifer.



Jetzt müsst ihr den Faden nur noch durch das Öhr im Greifer fädeln und der erste Faden und eigentlich auch der schwierigste ist geschafft.









Als nächstes wird der „rote“ Faden also die 4. Kone von links eingefädelt. Das ist der Faden des Unterfadengreifers.

Auch hier fädelt ihr den Faden wie den anderen oben durch den Führungsschlitz (das wird übrigens mit allen 4 Fäden so gehandhabt).















Am Ende des Führungsschlitzes angekommen, sieht man sofort, wo es langgeht.


Danach führt ihr den Faden durch die Spirale, hier darauf achten, dass ihr die mit der roten Markierung nehmt.



Jetzt fädelt ihr den Faden in den Greifer und hier ist es bei einigen Maschinen sehr fummelig. Wenn ich da an meine W6 zurückdenke, stellen sich mir glatt die Nackenhaare nach oben. Ich habe es gehasst, da musste man kompliziert den Faden durch die Maschine führen.

Bei der Juki geht das super Einfach. Zuerst müsst ihr den Faden durch die Öse fädeln und danach drückt ihr einfach den weißen Hebel nach unten und die Einfädelautomatik kommt nach vorne.


Ihr legt den Faden in den Schlitz der Einfädelautomatik und drückt den weißen Hebel wieder nach oben, dadurch wird der Faden nach hinten geschoben.




Dann braucht hier nur noch den Faden durch die Öse des Unterfadengreifers fädeln und nach hinten legen und schon seid ihr mit dem 2. Faden fertig.

Die beiden andern Fäden sind super einfach. Das ist fast wir bei einer normalen Nähmaschine. Hier beginnen wir mit dem grünen Faden, also der 2. Kone von links. Auch hier wiederholen sich die ersten Schritte.

Nach den ersten Schritten führt ihr den Faden links unter die Führungsleiste und legt ihn in den grünen Fadengeber.

















Dann durch die nächste Führung legen

Nur legt ihr den Faden durch die rechte Spirale und fädelt den Faden im nächsten Schritt durch die rechte Nadel. Mir hilft es hier, wenn ich das Messer nach oben stelle. Ich habe dann mehr Platz. Ach und die Nadel sollte natürlich oben stehen. Dann legt ihr den Faden unter den Nähfuß nach hinten. Und fertig seid ihr mit dem 3. Faden.












Mit dem 4. also gelben Faden verfahrt ihr genau wie mit dem 3. Faden. Allerdings legt ihr den Faden in den oberen also gelb markierten Fadengeber. Die nächste Fadenführung teilen sich dann der 3. Und 4. Faden.








Nun führt ihr den Faden druch die linke Spirale und natürlich auch durch die linke Nadel und legt auch hier den Faden wieder unter den Nähfuß nach hinten und schon habt ihr es geschafft und könnt losnähen.


Wenn ihr alles korrekt gemacht habt, dann müsste die Naht so aussehen.



Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Beschreibung helfen.

Mir ist das Einfädeln sofort gelungen und ich konnte mit Nähen loslegen.

Lieben Gruß
Anja